FAQ
Was ist Reflexzonentherapie am Fuss, Schule Hanne Marquardt?Reflexzonentherapie am Fuss, Schule Hanne Marquardt, kurz RZF, ist eine komplementär-medizinische
Behandlungsform, die zu den Ordnungs- und Regenerationstherapien gezählt wird.
Die Therapie basiert darauf, dass sich in den Füssen der ganze Mensch widerspiegelt. Behandelt werden
also die Füsse, genauer die Reflexzonen der Füsse. Mit einer speziellen Grifftechnik werden in den Reflex-
zonen feine, differenzierte Impulse gesetzt. Diese übertragen sich auf die zugeordneten Körperteile und
üben eine harmonisierende Wirkung auf die Organ- und Gewebefunktion aus, aktivieren die Selbsthei-
lungskräfte und erstrecken sich gleichermassen auf den körperlichen wie auf den seelisch-emotionalen
Bereich.
Was sind Reflexzonen?
Eine Reflexzone ist eine verkleinerte, reflektierte Darstellung des Ganzen in einem Teil. Im „Mikrosystem“
Fuss finden wir den ganzen Menschen reflektorisch abgebildet. Dem entsprechend ist eine Reflexzone am
Fuss ein Punkt oder Bereich, der in direktem Zusammenhang mit einem anderen Körperteil steht, sei dies
ein inneres Organ, ein Teil der Muskulatur oder ein Gelenk.
Ist RZF das gleiche wie eine Fussreflexmassage?
Nein, denn es gibt insbesondere zwei wesentliche Punkte, die zeigen, dass RZF mehr ist als eine Fussreflex-
massage:
1. Die Ausbildung in RZF wird ausschliesslich als Nachdiplomstudium angeboten, Zulassungsvoraussetzung
ist eine abgeschlossene Diplomausbildung in einem Gesundheitsberuf (z.B. Pflegefachausbildung, Physiothe-
rapie, Hebamme, etc.). Medizinische Kenntnisse auch ausserhalb der Reflexzonenarbeit sind dadurch gewähr-
leistet.
2. RZF wird meist zu therapeutischen Zwecken eingesetzt. Voraussetzung für eine therapeutisch wirksame
Behandlung sind nebst dem fundierten medizinischen Wissen exakte Kenntnisse der Zonen und deren komp-
lexes Zusammenspiel mit dem gesamten Organismus. Diese Kenntnisse erlauben den RZF-Therapeutinnen
und -Therapeuten auch systemisch einzuwirken und eröffnen fundierte, erweiternde und neue Therapiean-
sätze. Selbstverständlich kennen die Fachpersonen auch die präventiven Anwendungsmöglichkeiten der
Therapie.
Warum „Schule Hanne Marquardt“?
Der Zusatz „Schule Hanne Marquardt“ steht für Qualität – fundiertes Fachwissen, gezielte Grifftechnik und
deren präziser Einsatz unter Einbezug des medizinischen Wissens aus einem Gesundheitsberuf der Tertiär-
stufe.
Hanne Marquardt kann als „geistige Mutter“ der Reflexzonentherapie am Fuss bezeichnet werden. Sie hat in
den 1950er Jahren die „Zonentherapie“ des amerikanischen Arztes, William Fitzgerald, die als eine sehr ver-
einfachte Form der RZF-Therapie verstanden werden darf, nach Europa gebracht. Zuerst alleine, heute ge-
meinsam mit anderen Fachpersonen trägt sie massgeblich dazu bei, dass die RZF inzwischen eine sehr
spezialisierte und differenzierte Behandlungsmethode ist.
Achtung: Viele Schulen und Anbieter verwenden heute die Begriffe „nach Marquardt“ oder „Methode
Marquardt“. Diese geben jedoch lediglich einen Hinweise auf das während der Ausbildung verwendete
Lehrmittel und sagen nichts über die Qualität der Ausbildung aus.
Wie sieht eine Behandlung aus?
Bei einer ersten Behandlung werden im Dialog mit der Patientin oder dem Patienten und durch die eingehen-
de Überprüfung sämtlicher Zonen der Mensch als Ganzes, der Behandlungsgrund und das Behandlungsziel
erfasst. Danach werden Ablauf (Wahl der Zonen) und Intensität der Behandlung je nach Bedürfnis und Reak-
tionen der Behandelten angepasst. Mal kann dynamisch, rhythmisch, anregend, ein andermal beruhigend,
ausgleichend und harmonisierend gearbeitet werden. Die Behandelten werden in die Behandlung einbezogen:
nach Wahrnehmungen, Reaktionen und Zielen gefragt, auf Veränderungen und Vorgänge hingewiesen.
Wie lange dauert eine Behandlung?
Eine Behandlungsserie dauert, abhängig vom Allgemeinzustand und der Reaktionskraft der Patientin oder des
Patienten, cirka 6-12 Sitzungen. Die einzelnen Sitzungen finden in der Regel wöchentlich oder zweimal die
Woche statt und dauern etwa eine Stunde inklusive einer Nachruhezeit, die dazu dient, dass die ausgeübten
Reize ihre optimale Wirkung entfalten können.
Je nach dem, wie akut die Beschwerden sind und abhängig von dem Behandlungsziel, der Art der Beschwerden,
der momentanen Reaktionslage, der Behandlungszeit und dem Alter können diese Angaben jedoch variieren
und müssen im Einzelfall mit der jeweiligen Therapeutin oder dem Therapeuten besprochen werden.
Wie findet man die, für die individuelle Behandlung „richtige Reflexzone“?
Der Fuss widerspiegelt den Menschen. Verblüffend ist dabei die Formenähnlichkeit des sitzenden Menschen mit
dem Fuss. Mit exakten Anatomiekenntnissen können sämtliche Körperorgane und -strukturen leicht lokalisiert
und – in verkleinerter Form – auf den Fuss übertragen werden. Die Formenähnlichkeit und das von Fitzgerald
erarbeitete Zonenraster, welches den Menschen, ähnlich einem Papier mit Hilfslinien, in 10 Längszonen, je 10
Finger und Zehen, und 3 Querzonen in Schulter-, Taille- und Hüftgürtelhöhe aufteilt, dienen hierbei als Hilfe.
Ist die Behandlung schmerzhaft?
Der gut durchblutete Fuss eines gesunden Menschen ist schmerzfrei! Ziel einer Behandlung ist also, dass der
Fuss (wieder) schmerzfrei ist. Das heisst, dass es anfangs meist Punkte oder Bereiche gibt, deren Berührung
während einer Behandlung als unangenehm oder gar schmerzhaft empfunden werden. Die RZF-Therapie geht
mit diesen Schmerzpunkten jedoch sehr behutsam um und versteht den Schmerz einerseits als Freund und
Wegweiser, respektiert ihn andererseits aber als die individuelle Grenze.
Wie ist die Wirkung?
Im Laufe einer Behandlungsserie kommt es zu individuell unterschiedlichen Veränderungen, die abhängig sind
von der Regenerationskraft und dem Allgemeinzustand der Behandelten.
Die RZF übt eine harmonisierende Wirkung auf die Organ- und Gewebefunktion aus, aktiviert die Selbst-
heilungskräfte und erstreckt sich gleichermassen auf den körperlichen wie auf den seelisch-emotionalen
Bereich. Harmonisierung bedeutet nichts anderes, als dass die Therapie dort Ordnung schafft, wo etwas in
Unordnung geraten ist.
Doch auch wo dies nicht (mehr) möglich ist, z.B. bei degenerativen Erkrankungen, oder wenn die Regenerations-
kraft zu schwach ist, kann es zu Veränderungen kommen. Etwa indem das Selbstverständnis sich positiv ver-
ändert und man sich besser kennen und verstehen lernt.
Wo kommt die RZF zum Zug?
Als ganzheitliche Therapieform ist die RZF bei vielerlei Beschwerden einsetzbar und eignet sich, da sie sanft und
zugleich sehr wirksam ist, zudem für Menschen jeden Alters.
Die Liste der Indikationen für eine RZF-Therapie ist lang und reicht von A wie Allergie bis Z wie Zyklusstörung.
Bei akuten oder schweren Erkrankungen unterstützt die RZF-Therapie medizinische, komplementärmedizinische
und/oder chirurgische Interventionen. Last but not least eignet sich die RZF auch ganz einfach als Massnahme zur
Gesundheitserhaltung und -förderung.
Eignet sich die RZF besonders gut bei akuten Fussbeschwerden?
Dies wird oft angenommen, stimmt aber so nicht. Natürlich gibt es auch Fuss-Beschwerden, die mittels RZF behan-
delt werden können. Meist empfiehlt es sich jedoch, zuerst eine andere Therapie zu wählen und erst, wenn die
akuten Beschwerden am Fuss abgeklungen sind, eine RZF zu beginnen.
Gibt es Situationen oder Beschwerden, in welchen ich eine Reflexzonentherapie nicht machen darf?
Auch bei der RZF gibt es, wenn auch nur wenige Kontraindikationen. Wobei es sich bei den meisten davon nicht
um absolute Kontraindikationen handelt. D.h. eine RZF kann bei entsprechender Erfahrung und zusätzlichem Fach-
wissen der Therapeutin oder des Therapeuten, entsprechenden Vorsichtsmassnahmen oder als Begleittherapie
sehr wohl eingesetzt werden.
Solche Erkrankungen sind: akute Entzündungen im Venen- und Lymphsystem, infektiöse und hochfieberhafte Er-
krankungen, operativ zu behandelnde Erkrankungen, M. Sudeck am Fuss, Gangrän am Fuss, Psychosen, Aneu-
rysmen, Risikoschwangerschaft, ausgedehnte Ekzeme oder Mykosen am Fuss.
Wo erhalte ich kompetente Informationen und Beratung?
Bei uns – beim Verband Reflexzonentherapie am Fuss!
VRZF – Verband, Sekretariat
Monbijoustr. 35
Postfach 6432
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Tel. 031 380 54 57
Fax 031 381 04 57
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